Der eine Typ aus Berlin

Dieser eine Typ aus Berlin.

 

Wohl jeder Mensch träumt davon, er hat es geschafft: den Sprung von Berlin nach Hollywood. 

Der Künstler, Designer und Berater Sven Appelt über seine wiederkommende Zeit in Los Angeles, seinem Ex-Partner Alexander und darüber, wie schwer es ist mit einer Autoimmunerkrankung wieder Fuß zu fassen.

 

Berufswunsch: „irgendwas mit Mode und Musik“

 

Geboren am 19. Juni 1981 in Ost-Berlin als Sohn eines Verwaltungsbeamten und einer Angestellten.

 

Mit 12 entdeckte er die Liebe zur Mode und erlernte nach dem Abitur bei Mey & Edlich in Berlin den Einzelhandelskaufmann. 2005 beendete er sein Modedesignstudium an der UDK Berlin.

 

Seinen Durchbruch in der Mode hatte er mit der Gründung seines ersten Modelabel, RubAddiction Berlin im November 2008. Alexander war sein erster Wegbegleiter beruflich wie privat. Die beiden trennten sich 2016 endgültig.

 

Aktuell ist er Modedesigner, Musikmanager, Brandmanager und im Vorstand eines Berliner Vereines.

 

Privates: Sven Appelt lebt nicht alleine in einem Haus in Brandenburg.

 

Berlin, 04.03.2023

 

Es ist kurz nach 15 Uhr und ich sitze in einem kleinen Café in der Nähe des Kaufhaus des Westens.

Um 15:15UHR setzt sich Sven Appelt zu mir an den Tisch, draußen ist es bitterkalt, er bestellt einen Kaffee, einen Ingwertee und zwei Coke Zero.

Sven schlägt die Beine übereinander, guckt - Moment - irgendwie gespannt und redefreudig auf mein Aufnahmegerät.

 

Ich beginne wie immer mit meinem “Warm-up”.

 

1.          Wodka oder Gin?

Sven: Vor 2016 brauchte ich viel Gin und den oft!

 

2.          Filterkaffee oder Espresso?

Sven: Filterkaffee trinke ich nur in der KaDeWe-Kantine. Espresso ist perfekt!

 

3.          Wie groß sind Sie?

Sven: Manchmal fühle ich mich wie 195cm, aber es sind nur 175cm!

 

4.          Warum sind Sie so fröhlich?

Sven: Das bin ich seit meiner schweren Krankheit, denn wenn Du selbst erlebst wie schnell man sterben kann - ist jeder Tag, Dein Tag und niemand entscheidet über mich.

 

5.          Sie oder Du?

Sven: Du!

 

 

 

Du warst 9 Jahre alt als “die Mauer” fiel. Du bist also in Ost-Berlin aufgewachsen, in einem Interview hast Du einmal gesagt, “ich habe mich in der DDR gut aufgehoben gefühlt”! 

Mich und andere irritiert Dein Zitat von 2016, verstehst Du warum?

 

Sven: Naja, vielleicht! 

Ich war ein Kind was wirklich fast alles hatte, der Liebling der Großeltern und der Liebling der West-Berliner Urgroßmutter. Ich muss sagen, ein Kind von 9 Jahren ist somit nicht unbedingt aussagekräftig, um sich politisch zu bekennen oder zielführend eine Meinung zu äußern.

Aber ohne meine Sozialisierung und die meiner Familie in der DDR, wäre ich garantiert nicht so offenherzig und hilfsbereit aufgewachsen, dass vermisse ich leider bei vielen Menschen.

 

Deine Schulfreundin Anja erzählte mir ein Beispiel: Du warst das einzige Kind an der Schule was 3 Barbies zur Schule mitbrachte, diese im Unterricht tausendmal umzog mit selbstgebastelten Kleidern. Stimmt das?

 

Sven: Ohhhhh jaaaaaa, und mein Opa durfte jeden Freitag die Puppen abholen, bis die „Wende“ kam! 

 

 

Also prägte Dich die DDR?

 

Sven: Musikalisch, modisch und sozialgesellschaftlich definitiv!

 

Sven, wir wollen heute über Latex in der Mode sprechen, über Erfolg, Neid, ein bisschen auch über fehlende Anerkennung und über Musik. 

Aber zuerst einmal: Warum hast Du mit Alexander ausgerechnet ein Latexlabel gegründet?

 

Sven: Das ist eine schwere Frage und ich kann nur sagen, es war das richtige was wir taten bzw. was ich tat.

Wir waren beide ca. Mitte Zwanzig, verliebt, naiv und RubAddiction war somit ja fast eine jugendliche Idee, die aber ab 2012 unser Leben prägte oder vielmehr meines und somit einschlägig veränderte. 

Wenn ich an RubAddiction in der Zeit von 2014 bis 2016 denke kommt mir heute immer ein Lied in den Kopf, ein Song von Gabi Rückert:

 

“Wenn der eine den andern erkennt

Wenn der eine am andern verbrennt

Wenn der eine den andern nicht lassen kann

Wenn was war nicht mehr zählt

Nur Angst sie noch quält, wenn „RESPEKT“ fehlt”

 

Ausgerechnet, gründeten wir es nicht, es war eher die Notlösung aus einer in mir entstanden Langeweile und bis 2014 dachte ich: Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten und den anderen Menschen immer recht werden.

Naiv, ich weiß, aber inzwischen weiß ich das es für mich nur eine wahre Liebe gab, mein Label und damit war Alexander natürlich nicht einverstanden, denn in seinen Augen spielte er stets das 3. Rad in der bereits zu eng gewordener Beziehung.

 

Im Sommer 2016, den für mich schlimmste Sommer meines Lebens - denn am 19.06.2016 habe ich mich dazu entscheiden mein Kind (RubAddiction) zu verlassen.

Ich konnte die Anwesenheit von Alexander nur noch mit fehlendem Respekt ihm gegenüber ertragen, wenn ich ihn gerochen habe zog sich in mir alles zusammen und hörte ich sein wehleidiges „Gewimmer“ - rastete ich respektlos ihm gegenüber aus! Dies war kein Zustand mehr.

 

Warum hast Du es nicht getan?

 

Sven: Auszurasten? Ich stand oft davor: 2009, 2011 und zuletzt 2014, aber der internationale Erfolg, den RubAddiction mit mir erzielte blendete mich und ich dachte nur an den Erfolg und dadurch bekam ich Höhenflüge unter denen Alexander litt.

 

Hatte Alexander Dich deshalb im Sommer 2013 verlassen?

 

Sven: Ohhhh Nein – Die Beziehung war vorher schon tot, Alexander ging alleine in Bars und Clubs, dort fand er stets den schnellen und unbefriedigenden Sex, den er allerdings zu Hause auch nur noch bekam.

Ich hatte meine Firma und meine Affäre, den schönen Eike.

Aber ich kann mich noch an diesen Sommer 2013 erinnern und wenn ich es zugeben, war es eigentlich das beste was mir passierte - die Trennung und seine Beziehung zu Josef.

 

Ab 2013 hatte Alexander seine Affäre, Josef, ein netter und extrem einfältiger Junge, der viel einfacher zu befriedigen war als ich, also geistig und kulturell und der überhaupt keine Ansprüche hatte oder stellte. 

Er war perfekt für Alexander und für mich, denn ich hatte endlich meine Ruhe und musste mich nicht mehr um Alexander kümmern. 

 

Die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Alexander und mir war durch Josef auf einmal extrem angenehmer. Alexander und ich lachten wieder zusammen, gingen zusammen ins Ballett oder in die Oper. Es war wieder richtig schön - bis zum März 2015.

 

Alexander sagte einmal in einem Interview: „2011 ging dann alles los!“ Seid ihr sprichwörtlich durch die Decke gegangen?

 

Sven: Oooohhhhh Nein! 2009-2010 wurden wir ausgelacht, allerdings von Männern über 55, die bereits ihr Leben dem sogenannten „Chemsex” widmeten und in versiften Buden hausten, die noch Criso stanken.

Es war allerdings eine wirklich harte Zeit, denn die Latexszene war und wird nach wie vor mit der Farbe schwarz dominiert.

 

Mit meinen bunten Kollektionen und meinen extrem knabenhaften Modellen waren wir einfach anders. Das wollte der damalige Kunde nur schwer akzeptieren.

Der internationale Kunde wurde allerdings auf uns aufmerksam und dann ging es los.

 

Bedeutet, ihr wart in Deutschland nicht erfolgreich?

 

Sven: Doch, aber der damalige und heutige deutsche Kunde war und ist leider geprägt von Neid, Geiz und eigener Unzufriedenheit.

 

Der deutsche Mann ende 40 dachte damals, dass er alles kennt und vor allem vom Fetisch die größte Ahnung hat. 

 

Mich nervte es und nervt es nach wie vor, wenn ein über 50jähriger Mann einen Rabatt fordert oder die Frage der Fragen stellt: “Was kannst Du noch im Preis machen? - Ich bestelle jetzt 7 Teile, bin also dein bester Kunde!“ 

Dieser Kunde, glaubt gar nicht wie widerlich er gerade ist denn mein bester Kunde ist ein 25-jähriger Mann, der ein Tank Top kauft und sich danach bedankt wie toll er sich darin fühlt. Mich verwirren diese Menschen so extrem, denn die leben so in ihrer Seifenblase und fühlen sich damit auch noch geil, so wie dieser Kunde Tobias.

Allerdings sind wir, die Gesellschaft selbst daran schuld, denn die Firma „Jung van Matt“, hat vor 20 Jahren den dümmsten Spruch aller Zeiten kreiert: „Geiz ist Geil”. 

„Geiz ist dumm“ - wäre meiner Meinung nach einem noch besseren Slogan geworden, in der Werbebranche.

 

Wie kommst Du da jetzt drauf?

 

Sven: Na schauen wir uns doch um; Überflussgesellschaft, Fast Fashion, wir entsorgen Lebensmittel, weil diese nicht der “Norm” entsprechen (wer legt eigentlich „die Norm“ fest), alles darf nichts kosten und natürlich in Deutschland ist eines besonders wichtig: sparen.

 

Endlich, ab dem Jahr 2022 denkt der einfach gestrickte Mensch langsam um und stellt fest: „Geiz ist deutsch- aber nicht geil“!

 

Mit „Geiz ist Geil“ war der Deutsche der Meinung auch den kleinen Einzelhändler und das Handwerk im Preis drücken zu dürfen und vor allem zu müssen, denn der Deutsche ist ja “Geil”, wenn er geizt. (Sven lacht verachtend)

 

Heute sehen wir was wir davon haben. Weder das eine noch das andere überlebte - aber “Geil ist der Geiz” - das aber nur bei den ungeilsten Typen dieses Landes”! (Sven lacht)

 

Du kaufst keine Schnäppchen?

 

Sven: Sparen und geizen sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ich muss Dir doch nicht erklären das einen Rabatt annehmen und einen Rabatt fordern etwas mit Anstand zu tun hat.

 

Der deutsche Kunde hat also keinen Anstand?

 

Sven: Richtig, keinen Anstand und Respekt gegenüber dem deutschen Handwerk, dass wird einem übrigens bereits bewusst, wenn man sich die Handwerkskammer anschaut, denn für das Handwerk setzt sich diese Kammer leider nicht mehr so richtig ein, denn es gibt ja auch kaum noch ein Handwerk, zumindest ein modisches Handwerk.

 

Nehmen wir meinen Kunden aus Niedersachsen, nenne ich den Kunden einfach mal Tobi, Tobi ist Ende 50, er ist auch selbstständig - allerdings in einem Bereich der Kommunikation. Dieser Kunde hat eigentlich ein freundliches und nettes Gemüt, allerdings begann Tobi sein Gespräch gleich damit zu lästern: „Blackstyle ist schlecht, weil…. RubAddiction ist schlecht, weil …. und nun bin ich schlecht, weil…

 

…Der Kunde kam am 19.11.2022 in mein Atelier und Bestellte 7 Teile, ich erklärte ihm das es mindestens 3-4 Monate dauert, eigentlich sogar noch länger. Ich habe momentan Lieferzeiten von bis zu 10 Monaten.

Das passte ihm schon nicht wirklich, denn er ist ja der Auffassung das er ein “Superkunde” ist.

 

Die Produktion für Tobi, einmal in Wochen gerechnet, begann für Tobi am 21.11.2022.

 

Es mussten für Tobias 6 Maßschnitte gemacht werden.

 

Dann kam auch noch Weihnachten mit Silvester, 19 Tage war ich leider auch noch ausgefallen, da ich krank war.

Einen zweiten Trauerfall in der Familie gab es auch noch, der mich aber nur 5 Tage in Anspruch nahm, das war Ende Februar.

 

Ich schrieb dem Kunden am 20.02.2023, dass ich 5 Teile fertig hätte und da rastete er aus! 

Auf meine Entschuldigung kam dann das von Tobi: “Es ist mir egal. Ich warte seit 4,5 Monaten. Üblich sind max. 3 Monate. …”

 

Du hättest ihm doch das mit der Krankheit und der Beerdigung erklären können!

 

Sven: Das tat ich und das war ja auch seine Antwort darauf: “Es ist mir egal. Ich warte seit 4,5 Monaten. Üblich sind max. 3 Monate. …”

 

Tobias ist das beste deutsche bespiel, worauf ich anspielte. Egoistisch, geizig, etwas sehr einfach strukturiert und leider absolut unwissend über die Handwerksbranche. 

 

Abgesehen das Tobias kein Zeitgefühl hat, (der deutsche Angestellte arbeitet am liebsten nur an 4,5 Werktagen, verlangt aber das es bei Dienstleistungen 7 Werktage gibt) ist er in meinen Augen eigentlich zu bedauern, denn wem Krankheit, Beerdigung und Familie egal ist - der ist in meinen Augen einfach nur ein armer, trauriger Mann und dieser arme, alte und traurige Mann muss sich nicht wundern das er dann alleine leben muss und später alleine sterben muss.

 

Ich rechne leider auch so, wie dieser Tobi? Aber Du hast recht, er verlangt das Du an 7 Tagen arbeitest und nicht ausfällst.

 

Sven: Tobias hat leider keine Ahnung, erwartet zeitlich gesehen 3 Monate, genau 3 Monate und keinen Tag länger. 

Aber Tobias rechnet so: “ich warte den November, Dezember, Januar und Februar also 4 Monate - der Kunde rechnet den November mit obwohl er erst am Samstag, den 19.11. im Atelier bestellte. Wenn ich das auf Liefertage runter rechne sind es sogar nur 66 Werktage und in den Werktagen war meine Krankheit und die Beerdigung mit einbegriffen, Weihnachten und Silvester auch - aber für den deutschen Tobi darf ein Selbstständiger kein Weihnachten und Silvester haben (Sven lacht sehr laut).

 

Für mich steht die Familie und meine Gesundheit weit vor meiner Selbstständigkeit. Denn selbst, wenn ich für Tobias Tag und Nacht gearbeitet hätte und am Ende gestorben wäre, dieser Tobias hätte nur einen Satz für mich übrig; “ich musste 4,5 Monate auf meine Bestellung warten.” 

 

Genau diese Kunden, wie Tobias widern mich an und genau deshalb will ich auch diese Kunden nicht mehr, weil diese Kunden vom Handwerk keine Ahnung haben. Allerdings und Gott sei Dank denkt die junge Generation anders und hat manchmal mehr Wissen für Handwerk als die Generation vor ihr, wie gesagt „Geiz ist Geil & der Kunde ist König“ - ich könnte jetzt wieder im Strahl kotzen. 

 

Gerade nach meiner schweren Erkrankung und meiner anhaltenden Krankheit ist es wichtig an sich zu denken und für sich zu leben. Kein Kunde entscheidet über meinen zeitlichen Ablauf und kein Kunde bestimmt wie ich zu arbeiten habe.

 

Was ist mit Tobi passiert?

 

Sven: Ich habe 2 Artikel seiner Bestellung storniert und er war mein Kunde, denn genau diese Typen braucht man nicht.

 

 

Sven, nenne mir bitte zwei Sätze des sprichwörtlichen deutschen Neids.

 

Unsere Politik zeigt dies tagtäglich, aber Neid ist etwas Widerliches. Ich habe Neid selbst ertragen müssen als Kind, Student und als Ehepartner.

Aber Neid entsteht meiner Meinung immer aus eigener Unzufriedenheit und Unfähigkeit heraus. Denn wenn jemand NEID entwickelt fehlt ihm die Fähigkeit und der Verstand etwas zielführendes zu schaffen!

 

So wie Du SAR geschaffen hast?

 

Sven: Nein, so wie ich mein erstes Musiklabel und 11th Hour ins Leben gerufen habe.

 

 

Wann bist Du mit einem Projekt total gescheitert?

 

Sven: Ich hatte mal als Entwicklungsdesigner ein Projekt bei einer Neopren-Firma, die wollte im Fetischbereich erfolgreich werden- aber Neopren ist halt nur Neopren. Das war eine sehr gute Erfahrung aber kein Erfolg.

 

 

Sven, wie änderte sich dein Leben, als Du gemerkt hast das Du auf einmal ernst genommen wirst und Du als Berater etwas bewegst?

 

Es veränderte mich und zeigte mir das ich nicht das machen muss was ich denke machen zu müssen. Es ist wichtig sich selbst treu zu bleiben und sich zu lieben.

Man muss sich heut zu Tage mit nichts aufhalten was einen belastet.

Ich schaffe lieber etwas und bewege liebe etwas, als immer wieder den gleichen Kram zu machen um dann solche Kunden wie diesen Tobias ertragen zu müssen.

Daher biete ich ja bewusst keine Hose mit Hosenträgern an, ich kann diesen Artikel nicht mehr sehen, die 5-Pocket-Skin-Jeans! (Sven lacht)

 

 

Du nennst Dich selbst einen Analytiker, heilt denn damit die Zeit alle Wunden - so meinte es einst “Freud”.

 

Sven: Wenn es das täte, dann würden Alexander und ich uns gegenseitig anrufen, wenn der eine 43 wird und der andere fast 50 wird. (Sven lacht wieder) 

Aber nein, die Zeit erzeugt in unserem Falle noch mehr Wunden.

 

Wie meinst Du das!

 

Sven: Das würde die Zeit sprängen aber in unserem Fall brachte: “Geiz ist Geil“ es soweit damit nun zwei Behörden beschäftigt sind das zu prüfen was prüfenswert ist. Mehr darf ich nicht sagen! 

 

 

Hattest Du gar keine Motivation, etwas auf der Erde hinterlassen zu wollen?

 

Das tue ich gerade, das tun wir alle - aber die wenigsten haben Mut und Courage etwas verändern zu wollen.

Wir, die Deutschen, wir sind reich, gesättigt und faul, Wir haben alles und daher gehen wir auch niemals auf die Straße, schon gar nicht ab September - April, da ist es für uns viel zu kalt draußen.

Wir sind ein träges, fettes Volk geworden was alles akzeptiert, weil es uns einfach noch zu gut geht. 

Schau Dir die Berliner Wahl an, niemand möchte mehr Frau Giffay oder Frau Jaresch, zu Recht - aber unter dem Deckmantel “Demokratie” wird der Herr Wegner nun Bürgermeister. Aber die Berliner bekommen trotzdem was sie nicht wollen, eine Frau Giffay, in meinen Augen eine Frau ohne Rückgrat und Eiern.

 

 

Sven, stimmt es das Du eine Einladung von Franziska Giffay angenommen hast, ihr dann aber die Kommunikation verweigert hast?

 

Sven: Das ist Blödsinn, ich habe die Einladung zu einer Veranstaltung im Roten Rathaus dankend abgelehnt und mit den Worten begründet: „…ich kann nicht so würdelos sein und mich an Ihren Tisch setzen, den Wein trinken und das Essen genießen wenn ich Sie als Person und Bürgermeisterin weder achte noch schätze. Sollten Sie als regierende Bürgermeisterin, zielführend und lösungsorientiert die Probleme unseres Bildungs- und Schulsystems einmal im Ansatz in Angriff nehmen, werde ich vielleicht über eine solche Einladung im Ansatz nachdenken. Daher werde ich Ihre Einladung nicht annehmen“.

 

Hast Du eine Idee - am besten für unsere Gesellschaft von morgen?

 

Sven: „Wir sind die Zukunft der Vergangenheit 

Wir sind der Augenblick, der immer bleibt“ 

-aus einem Song von Nena und Westbam-

 

Allerdings sollten wir immer daran denken; wenn wir so bleiben wie wir sind - müssen wir uns jeden Tag bei unseren Kindern für das was kommt entschuldigen.

 

 

Ein paar Worte zu unserer Politik?

 

Höre Dir einige Interviews von Franziska Giffay oder Christiane Lambrecht an, ich glaube dann muss man nichts mehr sagen, zu der Politik in diesem Land. 

Inzwischen kann ich sogar den Mann verstehen, den alle den Bundeskanzler nennen: “Er wusste nicht, dass er was wusste - weil er nicht wusste das es was zu wissen gab”! 

 

Wir haben über 739 Abgeordnete und schaffen genau was?  -RESPEKT, BRD-

Wir, sind einfach nur das Volk, nichts weiter!

 

Los Angeles, was genau passiert dort?

 

Sven: Musik - Styling - Kunst

Ich arbeite gerade eng mit Justin Gilliani zusammen, aber mehr verrate ich nicht.

 

Ich liebe L.A. und ich danke meinem Bruder Karsten, denn er schaffte uns 2019 einen kleinen Rückzugsort in Santa Monica. Dort bin ich kreativ, entspannt und weg von dem deutschen Wahnsinn - dem Neid und dem Geiz.

 

Was hat sich 2022 zu 2002 verändert?

 

Sven:  Eine schöne Frage, 20 Jahre….

Der Deutsche schafft sich selbst ab und das ist auch gut so, denn wir schauen nie nach vorne, sondern nur auf die Schritte des anderen. Daher kommen wir nie zielführend an unser tatsächliches Ziel. In der Politik, in der Wirtschaft und im Sozialen. 

Dies ist meine Meinung, aber was wissen schon wir Künstler.

 

Sven, beschreibe Dich in drei Worten!

 

Sven: Es reichen zwei: -zufrieden gezeichnet-

 

 

Interview führte die freie Journalistin, Cleo Straub aus Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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